Beleuchtung am Arbeitsplatz: Die ASR A3.4 und was Arbeitgeber wissen müssen
- Serap Akkaya
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Die richtige Beleuchtung im Unternehmen ist weit mehr als eine Frage des Designs. In Deutschland unterliegt die Lichtplanung in Arbeitsstätten strengen gesetzlichen Anforderungen, die in der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.4 festgelegt sind.
Wer die Beleuchtung am Arbeitsplatz nach Norm plant, schützt nicht nur die Gesundheit seiner Mitarbeiter, sondern sichert sich auch rechtlich gegen Haftungsrisiken ab. In diesem Beitrag erfahren Sie die wichtigsten Lux-Werte und Anforderungen für Ihr Gewerbe.
Warum ist die Einhaltung der Norm so wichtig?
Schlechtes Licht führt nachweislich zu Ermüdung, Konzentrationsschwäche und einer erhöhten Fehlerquote. Die ASR A3.4 stellt sicher, dass die Sehaufgabe ohne übermäßige Anstrengung bewältigt werden kann.
Für Arbeitgeber gilt: Die Einhaltung der Beleuchtung am Arbeitsplatz Norm ist Teil der Gefährdungsbeurteilung. Im Falle eines Arbeitsunfalls oder bei gesundheitlichen Beschwerden der Mitarbeiter kann die Missachtung dieser Richtlinien rechtliche Konsequenzen haben.
Die wichtigsten Lux-Werte im Überblick
Die Beleuchtungsstärke wird in Lux (lx) gemessen. Je anspruchsvoller die Sehaufgabe, desto höher muss die Lichtstärke sein. Hier sind die gängigsten Mindestanforderungen laut ASR A3.4:
Arbeitsbereich | Mindestbeleuchtungsstärke (Lux) |
Schreibtisch / Bildschirmarbeit | 500 lx |
Technisches Zeichnen | 750 lx |
Flure und Verkehrswege | 100 lx |
Treppenhäuser | 150 lx |
Lagerhallen (Grobgut) | 100 lx |
Pausen- und Sanitäre Räume | 200 lx |
Mehr als nur Helligkeit: Blendung und Lichtfarbe
Die Norm schreibt nicht nur vor, wie viel Licht vorhanden sein muss, sondern auch die Qualität des Lichts:
Blendung vermeiden: Ein zu hoher Glanzgrad auf Bildschirmen oder spiegelnden Oberflächen muss vermieden werden (Stichwort: UGR-Wert < 19 für Büros).
Farbwiedergabe: In Arbeitsräumen muss der Farbwiedergabeindex ($R_a$) mindestens 80 betragen, damit Sicherheitsfarben und Details korrekt erkannt werden.
Flimmerfreies Licht: Moderne LEDs müssen flimmerfrei arbeiten, um neurologische Belastungen und Kopfschmerzen zu verhindern.
Lichtmessung: Wo wird gemessen?
Die vorgeschriebenen Lux-Werte müssen auf der sogenannten Bezugsebene erreicht werden.
Am Schreibtisch ist dies die Tischoberfläche (ca. 0,75 m über dem Boden).
In Fluren oder Lagern wird die Beleuchtungsstärke am Boden gemessen.
Wichtig: Der Wartungswert der Beleuchtungsstärke darf niemals unter die oben genannten Werte fallen. Da Lampen mit der Zeit an Leuchtkraft verlieren, sollte die Planung immer einen Puffer (Wartungsfaktor) enthalten.
Fazit: Normgerechte Planung spart Kosten und Ärger bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes
Eine professionelle Lichtplanung nach der Beleuchtung am Arbeitsplatz Norm ist eine Investition in die Produktivität Ihres Teams. Sie vermeiden unnötige Fehlzeiten und schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem sich Menschen wohlfühlen.
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