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Hart im Nehmen: Warum Industriebeleuchtung mehr als nur hell sein muss (IP- & IK-Klassen erklärt)

Wo Design auf harte Realität trifft


Eine moderne Industriehalle mit Fokus auf robuste LED-Hallenstrahler, die mit IP- und IK-Schutzklassen gekennzeichnet sind.

In einem schicken Loft mag eine filigrane Pendelleuchte das Highlight sein. Doch in einer Schreinerei, einer Autowaschanlage oder einer Logistikhalle herrschen andere Gesetze. Hier fliegen Späne, es herrscht feiner Staub, Wasser spritzt oder ein Gabelstapler touchiert versehentlich das Gehäuse. Eine herkömmliche Leuchte würde hier innerhalb kürzester Zeit den Geist aufgeben.

Damit Ihre Beleuchtung in rauen Umgebungen nicht zur Gefahrenquelle wird, gibt es internationale Standards: die IP-Schutzarten und IK-Stoßfestigkeitsgrade. Wir erklären Ihnen, was sich hinter den Kürzeln verbirgt und worauf Sie bei Industrieleuchten von Kent Leuchten achten müssen.

1. Die IP-Schutzart: Der Schutzschild gegen Staub und Wasser

Die Abkürzung IP steht für Ingress Protection (Schutz gegen Eindringen). Die darauf folgenden zwei Ziffern haben eine spezifische Bedeutung:

  • Die erste Ziffer (0–6): Schutz gegen Berührung und Fremdkörper (Staub).

    • Beispiel 6: Staubdicht. Absolut kein Eindringen von Partikeln.

  • Die zweite Ziffer (0–9): Schutz gegen Feuchtigkeit und Wasser.

    • Beispiel 5: Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen.

Die wichtigsten IP-Klassen für die Industrie:

  • IP20: Nur für trockene Innenräume ohne Staubbelastung (z. B. Büros).

  • IP44: Spritzwassergeschützt – ideal für geschützte Außenbereiche oder Sanitärräume.

  • IP65: Der "Industrie-Standard". Staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser. Perfekt für Werkstätten und Lagerhallen.

  • IP66/67: Hält sogar starkem Strahlwasser oder zeitweiligem Untertauchen stand.

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2. Der IK-Grad: Wenn es mal kracht

In der Logistik oder Produktion geht es oft hektisch zu. Ein Stoß mit einer Leiter oder ein herumfliegendes Teil darf die Beleuchtung nicht lahmlegen. Hier kommt der IK-Stoßfestigkeitsgrad ins Spiel. Er gibt an, wie viel Schlagenergie (gemessen in Joule) das Gehäuse aushält.

  • IK07: Hält einem Schlag mit einem 500g-Hammer aus 40 cm Höhe stand.

  • IK10 (Der Spitzenwert): Maximaler Schutz. Die Leuchte übersteht Schläge mit einer Energie von 20 Joule (entspricht einem 5 kg schweren Schlagelement aus 40 cm Höhe).

Profi-Tipp: In Sporthallen oder Lagern mit Gabelstaplerverkehr sollten Sie niemals unter IK08 planen, um Glasbruch und Verletzungsgefahren zu vermeiden.

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3. Materialwahl: Polycarbonat vs. Glas

Für eine hohe IK-Klasse setzen wir bei Kent Leuchten oft auf hochwertiges Polycarbonat (PC). Es ist bruchsicherer als Glas und deutlich leichter. In Umgebungen mit aggressiven Dämpfen oder Ölen kann jedoch PMMA (Acrylglas) die bessere Wahl sein, da es chemisch beständiger ist.

Fazit: Sicherheit ist eine Investition, kein Kostenfaktor - Industriebeleuchtung

Wer bei der Industriebeleuchtung am Schutz spart, zahlt später drauf – durch Wartungskosten, Kurzschlüsse oder Produktionsausfälle. Achten Sie beim Kauf auf das Duo IP65 + IK08/10, um langfristig Ruhe zu haben.


„Benötigen Sie eine Beleuchtungslösung, die wirklich alles mitmacht? Entdecken Sie unsere Auswahl an robusten Hallenstrahlern bei Kent Leuchten. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der richtigen Schutzklasse für Ihr Projekt – kontaktieren Sie uns noch heute!

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